#18 - Gesunde Mitarbeiter, erfolgreiches Unternehmen? Warum Gesundheit zur Führungsaufgabe wird

Shownotes

Gesundheit ist kein Benefit – sondern ein Erfolgsfaktor.

Stress, Informationsflut, Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit gehören für viele Menschen zum Arbeitsalltag. Doch welche Auswirkungen hat das langfristig auf Unternehmen?

Im MDL Podcast spricht Maren Florence Klump mit Thomas Klarholz, Unternehmensberater und Gesundheitsexperte, über die Zukunft gesunder Unternehmen.

Gemeinsam sprechen sie darüber, warum Gesundheit weit mehr ist als ein Obstkorb oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio und weshalb Unternehmenskultur, Kommunikation und Führung entscheidend dafür sind, ob Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen.

In dieser Folge erfährst du:

  • warum Stress immer individuell entsteht,
  • weshalb Medienkonsum unsere Ängste verstärken kann,
  • wie Unternehmen eine gesunde Arbeitskultur schaffen,
  • warum echte Kommunikation wichtiger ist als endlose Meetings,
  • und weshalb langfristige Gesundheit eine bewusste Entscheidung ist.

Außerdem spricht Thomas Klarholz über Healthy Aging, mentale Gesundheit, Führungskultur und seine Vision einer Arbeitswelt, in der Gesundheit und Leistung keine Gegensätze mehr sind.

Eine inspirierende Folge für Unternehmer, Führungskräfte und alle, die langfristig gesund und erfolgreich arbeiten möchten.

⏱️ Timestamps

00:00 – Intro & Vorstellung von Thomas Klarholz 00:41 – Was Menschen heute im Berufsleben am meisten belastet 02:17 – Zukunftsängste und Unsicherheit im Arbeitsalltag 05:56 – Wie entsteht Stress wirklich? 08:49 – Warum Teams gemeinsam stärker sind 11:36 – Gesundheit als Erfolgsfaktor für Unternehmen 13:27 – Kommunikation statt Flurfunk 15:26 – Warum viele Menschen vor sich selbst davonlaufen 16:56 – Healthy Aging: Was bedeutet gesund altern? 19:24 – Warum manche Menschen bis ins hohe Alter fit bleiben 22:03 – Thomas Klarholz' Vision für die Zukunft von Arbeit und Gesundheit 24:16 – Abschluss & Verabschiedung

🎧 Fazit

Gesunde Unternehmen entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen.

Sie entstehen durch eine Kultur, in der Menschen gerne zusammenarbeiten, offen kommunizieren und sich langfristig wohlfühlen.

Thomas Klarholz zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltiger Unternehmenserfolg immer auch mit Gesundheit, Vertrauen und echter Zusammenarbeit beginnt.

Denn wer gesunde Menschen stärkt, stärkt am Ende auch sein Unternehmen.

Passend zu dieser Podcastfolge: Im MDL Magazin spricht Thomas Klarholz im Unternehmerinterview „Gesundheit entscheidet Unternehmenskultur“ ausführlich über gesunde Führung, Stress, Kommunikation und die Zukunft der Arbeitswelt

https://mdl-magazin.de/business/gesundheit-entscheidet-unternehmenskultur/

Transkript anzeigen

00:00:04: Du hörst den offiziellen MDL-Podcast mit deinem Host, Marin Florence Klump.

00:00:09: In dieser Folge spricht Unternehmer und Coach Thomas Klarholz über persönliche Entwicklung, mentale Stärke und nachhaltigen Erfolg.

00:00:18: Wir sprechen hier über Selbstführung, Verantwortung, Mindset und die Bedeutung innerer Klarheit

00:00:24: in einer komplexen

00:00:25: Welt.

00:00:26: Außerdem teilt er Erfahrungen aus seiner Arbeit mit Unternehmern und Führungskräften wie Wachstum,

00:00:31: Erfüllung und langfristiger

00:00:33: Erfolg entstehen kann.

00:00:35: Ein Gespräch über

00:00:35: Veränderungen,

00:00:36: Erfolg – und vor allem auch persönliche Entwicklung.

00:00:40: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:42: Los geht's.

00:00:44: Es gibt Themen die viele Unternehmen betreffen aber oft unterschätzt werden Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Unternehmenskultur in einer Arbeitswelt, die sich gerade stark verändert.

00:00:55: Mein Gast heute ist Thomas Klarholz, Unternehmensberater und Gesundheitsexperte.

00:01:00: Er beschäftigt sich damit wie Stress, Informationsflut und Arbeitsdruck auf Menschen wirken – und was Unternehmen konkret tun können, damit Leistung nicht auf Kosten der Gesundheit entsteht!

00:01:13: Herr Klarholze schön dass Sie da sind und wir starten auch gleich mit der ersten Frage wenn sie denn auf die aktuelle Arbeitswelt schauen?

00:01:19: Was

00:01:20: ist aus ihrer Sicht gerade der größte Druckfaktor für Menschen im

00:01:23: Unternehmen?!

00:01:25: Erst mal Danke für die Einladung Frau Klump zum Interview, finde ich sehr spannend.

00:01:29: Ich bin jetzt seit, ich muss immer rechnen genau dreißig Jahren selbstständig.

00:01:35: Ich habe natürlich viele einzelne Kunden, die ich koche.

00:01:39: Da interessiert mich immer der ganze Mensch.

00:01:43: Manche kommen ja mit einem Thema und sagen Ja, ich hab gerade geschäftliche Probleme Und brauche da ihre Unterstützung als Unternehmensberater.

00:01:53: Mein Privatleben ist auch grad schwierig aber das interessiert hier nicht.

00:01:57: Und dann sage ich, ohne jetzt ihnen zu nahe treten zu wollen.

00:02:02: Aber vielleicht beruhen ja die Schwierigkeiten im einen wie in anderen auf den gleichen Kommunikationsthemen.

00:02:10: Das meine ich mit ganzer Mensch oder wenn ich in meiner Präventionsarbeit in Unternehmen bin.

00:02:15: Ich habe viele Industriekunden wo ich halt also klassisches mental health psychische Belastung am Arbeitsplatz unter anderem abfrage.

00:02:23: Dann sagen natürlich Mitarbeiter sagen natürlich, naja ich leide schon sehr unter den Rahmenbedingungen aber die können wir ja nicht ändern.

00:02:33: und dann sage ich aber zu einem ganzheitlichen Ansatz gehört auch dass wir das zumindest mal besprechen.

00:02:40: Was sind denn das für Rahmenbedingerung unter denen sie leiden?

00:02:43: Und dann kommen dann was Arbeitsplatzgestaltung oder die Tätigkeit ganz verschiedene Aspekte.

00:02:51: Also das, was Menschen stresst da kann man keine Grenze machen.

00:02:55: und ja Und deswegen, das ist mein Ansatz in Richtung Ganzheitlichkeit.

00:03:01: Wie

00:03:01: ist denn das jetzt gerade in diesen schwierigen Zeiten?

00:03:03: Haben Unternehmer mehr Ängste?

00:03:05: Man weiß ja nicht was in den nächsten Monaten oder Jahren auch passiert!

00:03:08: Also es ist sehr, sehr spannend.

00:03:10: ich habe einen Kunden der hat jetzt eine Arbeitssicherheitsinitiative gestartet um die Arbeitsplätze sicherer zu machen Die Unfallzahlen zu senken und hat das an erster Stelle gestellt in Klammern In einem Interview, was alle Mitarbeiter, also Tausende von Mitarbeitern großer Konzern zugänglich war noch vor Umsatz und Gewinn.

00:03:33: Und er ging davon aus dass das auf positive Resonanz stieß und es hagelte Kritik.

00:03:42: Es gab Widerstände die er erst gar nicht verstanden hat und viele andere auch nicht.

00:03:46: aber ich will doch für euch Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz.

00:03:54: Und die Mitarbeiter haben es aber anders verstanden.

00:03:56: Die haben gesagt, ja, haben eh schon teilweise Kurzarbeit und in dieser unsicheren Zeit diese Sicherheitsinitiative gefährdet aber unsere Arbeitsplatzsicherheit.

00:04:07: also die Angst den Arbeitsplatz zu verhieren war größer als die Angst am Arbeitsplatz einen Unfall zu erleiden.

00:04:14: als Beispiel ich mache manchmal Abfragen.

00:04:16: Ich frage, wer von euch macht sich Sorgen wegen der globalen Lage?

00:04:22: Und dann führe ich immer ein paar Beispiele auf.

00:04:24: Was ich die kriege, die Inflation, die Arbeit der Regierung... Also man kann da so fünf, sechs Beispiele bringen und dann sollen die Leute auf einer Skala von eins bis zehn benennen.

00:04:36: Eins heißt, ich bin da völlig sorgenfrei, zehn heißt, Und dann mache ich eine zweite Abfrage, wo ich den Medienkonsum abteste.

00:04:46: Im Sinne von wer guckt denn täglich in Klammern, also jetzt konservative Medien?

00:04:52: Wer guckt dann täglich die Tagesschau oder wer guck täglich Nachrichtensendungen?

00:04:57: Wer hört täglich Die Nachrichten oder wer liest ständig jeden tag was in der Welt los ist auch von eins bis zehn.

00:05:04: Eins ist interessiert mich nicht, Nachrichten gucke ich nicht.

00:05:08: Ich habe mein eigenes Netzwerk das interessiert und zehn wäre ich bin total gebannt.

00:05:14: Ich gucke jeden Tag auf alle Nachrichten Und das Spannende ist, beide Abfragen sind total deckungsgleich.

00:05:20: Das heißt die, die beim einen viele Ängste haben, sagen wir mal Punkt acht, sind auf der anderen Seite auch beim Medienkonsum.

00:05:29: also wenn es nur um die Aufnahme von Nachrichten angeht bei Punkt sieben, Punkt acht.

00:05:35: Also während die einen sagen so ich mache mir wenig Sorgen, dass sind auch die die sagen mich interessieren ehrlich gesagt den Nachrichten da draußen nicht so sehr.

00:05:44: Ja, jetzt wollen wir natürlich auch einen kritischen interessierten Menschen hier haben.

00:05:48: Dann frage ich natürlich nach... Wenn ihr keine Nachrichten schaut was erhält denn eure Meinungsvielfalt?

00:05:56: Euer Interesse aufrecht?

00:05:57: und dann sagen halt viele Ich habe meine eigenen Quellen!

00:06:00: Ich diskutiere im bekannten Kreis über alles Mögliche Aber es ist ein Unterschied sich mit Freunden und Bekannten zu unterhalten als jeden Tag von einer gewissen Medienflut ... sagen was mal so hart zugeballert zu werden.

00:06:18: Und das beobachte ich draußen und von daher hatte es, ja... Es hat zugenommen, aber das liegt auch an der medialen Vielfalt Ja?

00:06:27: Wir haben wenn wir mal zwanzig Jahre zurückgehen ins Jahr zwei tausend fünf, zweitausend sechs.

00:06:31: da gab es viele Medien nicht!

00:06:33: Wir hatten kein WhatsApp, kein Facebook, kein Insta.

00:06:37: also wir haben einfach mehr Angebot.

00:06:40: Wie helfen Sie denn den Menschen aus Ihrer Angst, irgendwie rauszukommen?

00:06:43: Gibt es da Tricks und Tipps wie die Menschen damit besser umgehen können?

00:06:48: Wahrscheinlich schon oder?

00:06:49: Ja das ist ja Kern meiner Arbeit.

00:06:53: Es beginnt immer mit Stresswahrnehmung, dass man wahrnimmt allein... Mal selber anzuerkennen, ich bin ein, sagen wir mal Manager mit Verantwortung für hundertfünfzig Mitarbeiter.

00:07:08: Ich fühle mich gerade gefordert oder überfordert allein das mal für sich anzuerkennen ist schon... ist schon die halbe Therapie.

00:07:16: Es nicht immer zu leugnen und sagen, Stress haben wir alle oder ja man muss damit klarkommen diese Floskeln sondern wirklich zu merken.

00:07:24: ich bin gerade am Anschlag oder ich habe gerade das Gefühl mit dem Rücken zur Wand zu stehen.

00:07:30: Das ist der erste Punkt.

00:07:31: und der zweite Punkt ist okay.

00:07:32: was kann man tun?

00:07:33: an welchen Stress stellt Schrauben?

00:07:36: kann ich drehen?

00:07:37: Was kann ich privat für mich tun im Sinne von Work-Life Balance, was für Stressbewältigungstechniken habe ich.

00:07:44: Dann gibt es natürlich von Entspannungstechnik über Yoga und

00:07:52: Co.,

00:07:53: über gesunde Ernährung Bewegungssportangebote.

00:07:58: welche privaten Möglichkeiten habe ich?

00:08:01: Was bietet mir meine Arbeitgeber, was kann ich sozusagen an Gesundheitsförderungsmaßnahmen im Betrieb und Unternehmen noch mitnehmen.

00:08:12: Da sind aus meiner Sicht aber doch eher schon klare Grenzen.

00:08:16: Was sich ganz wichtig finde... Bewältigungs, welche Lösungsoptionen bietet mir denn der Kollegenkreis.

00:08:25: Weil ich zum Beispiel wenn ich mit Schichtarbeitern spreche und frage was bedauert ihr im Vergleich?

00:08:32: Was war früher besser?

00:08:33: Und dann kommt ganz häufig naja vor zwanzig Jahren sind wir nach der Schicht mit den Kollegen öfter noch eintrinken gegangen.

00:08:39: das machen wir heute nicht mehr.

00:08:41: und dann frage ich immer warum nicht?

00:08:43: Was hindert euch ja und so diese kleinen Sachen Mein Gott, und wenn man sich nur jetzt bei dem tollen Wetter nach Arbeitsende nochmal eine Viertelstunde in die Sonne setzt zusammen.

00:08:56: Das ist die dritte Ebene.

00:08:57: Also ich privat, bei meiner Tätigkeit mit meinen Kollegen oder Freunden.

00:09:04: und dann als viertes was für öffentliche Angebote kann ich noch nutzen?

00:09:09: also was bietet?

00:09:11: Die Kommune der Vereinen, die Stadt usw.

00:09:15: So?

00:09:15: und da gibt es halt Menschen, die sagen okay das hat mich auf eine Idee gebracht ja und ich mache mich auf den Weg.

00:09:24: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und oft ist halt leiden, ist oft leichter als lösen.

00:09:31: Da haben Sie

00:09:33: was Wahres gesagt!

00:09:34: Das stimmt Menschen.

00:09:35: Sagen

00:09:36: auch, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

00:09:40: Was bedeutet das denn im Alltag von Unternehmern?

00:09:44: Also, ich glaube wir alle kennen das.

00:09:47: Wenn wir auf unsere Familien schauen jeder der Kinder hat weiß Papa Mama Tochter Sohn sind nicht nur eins unter Eins und Eins ist vier sondern Alle zusammen als Familie bilden eine Einheit ein größeres Ganzes was unfassbar auch viel Potenzial in verschiedene Richtungen entfaltet.

00:10:07: Und im Unternehmen ist es auch so wenn man mal wenn Unternehmensführer und Manager mal verstanden haben, wie man synergistisch das Wissen die Intelligenz der einzelnen Teams und Abteilungen.

00:10:20: verbindet.

00:10:22: Ich bin ja ein großer Fan von interner Kommunikation in Unternehmen, man redet ja über alles mögliche, das mal systematisch zu machen.

00:10:30: Welche Ideen habt ihr in eurer Abteilung?

00:10:33: Ach guck mal!

00:10:34: Die Entwicklung hatte auch schon drüber nachgedacht und Research und Marketing Das natürlich über verschiedene Moderationstechniken das dann zu fokussieren.

00:10:48: Dann merkt man hinterher, oh wow!

00:10:50: Da ist jetzt mehr bei rausgekommen als wenn jeder Abteilung für sich alleine gebrainstormt hätte.

00:10:58: Und das meine ich mit, dass Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

00:11:02: Also Abteilung eins und zwei und drei sind dann eben nicht nur drei Abteilungen sondern es entwickelt sich auch manchmal sogar etwas Magisches was keine Abteilungen alleine hätte austüfteln können in der richtigen Atmosphäre.

00:11:18: Und ich bin oft völlig ernüchtert, wie lieblos Meetings und Besprechungen organisiert werden.

00:11:28: Statt zu sagen hey das ist heute was ich.

00:11:31: wir haben drei Stunden Meeting in Präsenz alle sind hier alle haben sich die Zeit genommen.

00:11:36: Das ist die Chance heute etwas Großartiges zu gestalten.

00:11:40: stattdessen wird die Agenda vom letzten Mal vorgelesen und ja wer hat denn zu dem Punkt noch was zu sagen?

00:11:47: Also es liegt auch an uns und unserer Arbeitsweise.

00:11:51: Ja,

00:11:51: genau!

00:11:52: Vielleicht

00:11:52: kann man das ja auch sehen so als kleinen Denkfehler einiger Unternehmen?

00:11:56: Jeder ist in seiner Blase, jeder ist in seinem System und denkt halt oft was soll ich denn machen... Ich habe das meinem Vorgesetzten schon mal gesagt aber der macht ja nichts.

00:12:08: und dann irgendwann ist man halt schnell in so einer Resignation drin.

00:12:13: Ja, also ist glaube ich auch nicht so einfach in der heutigen Zeit wirklich immer positiv zu bleiben muss man schon sagen.

00:12:19: In welcher Hinsicht spielt denn Gesundheit eine Rolle auch in der Leistungsfähigkeit in den Unternehmen?

00:12:26: Vordergründig eine Riesenrolle.

00:12:28: Also einer der Hauptgründe warum ich häufig gebucht werde sind die Fehlzeiten der Mitarbeiter.

00:12:35: ganz oft in der Auftragsklärung Hör ich, Herr Klawholz.

00:12:40: Nur damit Sie klar wissen unser Ziel in der Zusammenarbeit mit Ihnen ist die Fehlzeiten der Mitarbeiter zu reduzieren und dann soll der Experte Vorschläge machen wie das geht.

00:12:51: Ich sage immer, dass es nett ist auch als Ziel absolut legitim.

00:12:57: aber drehen wir den Spieß mal um.

00:12:59: was bieten sie denn?

00:13:01: Was machen sie denn für Angebote?

00:13:02: Dann kommen immer die gleichen Angebote.

00:13:04: Ja, wir haben ja eine Sportförderung bei uns können die Mitarbeiter kostenlos ins Fitnessstudio oder wir bieten Yoga-Kurse an oder wir haben den Obstkorb so der Klassiker.

00:13:15: und dann sage ich das meine ich aber nicht.

00:13:17: Ich meine nicht einzelne Maßnahmen, ich meine eher Betriebsklima, Atmosphäre, Stimmung.

00:13:25: was haben Sie anzubieten damit ein Mitarbeiter sagt wow Ich komme total gerne zur Arbeit, aber bei dem Team in der Firma das ist so geil mit denen.

00:13:34: Was bieten sie da?

00:13:36: Und dann kommt halt oft nicht viel.

00:13:39: Das ist auch

00:13:39: ganz, ganz wichtig.

00:13:41: Dieses was Sie gerade gesagt haben dieses ich gehe da gerne hin und mache super gerne mein Job.

00:13:45: Aber das ist halt wirklich wie alle so miteinander umgehen.

00:13:48: sind die Chefs nennst du freundlich kann man offen reden oder wie auch immer.

00:13:53: Das muss halt einfach aufpassen.

00:13:55: Und oft passt es aber dann nicht.

00:13:57: Aber dann frage ich mich auch immer woran liegt's denn?

00:13:59: Liegt es an mir dass es nicht passt?

00:14:02: Liebt es an der Firma dass es nichts passt?

00:14:04: Da muss man natürlich dann auch irgendwie suchen.

00:14:06: wo liegt jetzt der Fehler?

00:14:08: Vielleicht versuchen, diese Fehler wieder auszugleichen.

00:14:11: Ich meine wir alle kennen das was man Flurfunk nennt.

00:14:16: Das informelle Gespräch am Kaffeeautomaten oder bei der Zigarettenpause und da finden ja oft die echten Gespräche statt wo dann mal Tachles geredet wird.

00:14:25: Und ich versuche immer dass in die normale Unternehmenskommunikation einzubringen.

00:14:30: Schaut mal können wir uns darauf einigen?

00:14:32: Oder können wir mal zumindest einen Pilot starten übereinander zu reden, sondern miteinander.

00:14:40: Und mit Managern gelingt das auch.

00:14:42: also wenn man jetzt so eine Gruppe von Führungskräften hat, sagen wir mal zwölf, dreizehn und vierzehn dann kann man sich mit den Kommitten so jetzt reden wir einmal ein Monat lang nur miteinander statt überneinander.

00:14:54: Wenn es dringend ist persönlich, wenn's nicht anders geht auch übers Telefon aber am besten nicht per E-Mail oder über WhatsApp, was manchmal super herausfordernd ist.

00:15:05: Also klar so Videokonferenz ist dann besser als irgendwie nur eine E-Mail geschrieben und dann machen die das eine Weile und dann gibt es immer so ganz spannende Nebenseiteffekt.

00:15:16: Herr Klarholz wir haben erst mal gemerkt wie viele Probleme wir überhaupt wirklich haben.

00:15:21: ja nämlich viele.

00:15:22: aber irgendwie hat sich das Betriebskehmer positiv verändert.

00:15:27: Und dann kommt der Schluss, dann zu sagen ja und interessanterweise haben wir zumindest in der einen Abteilung wo wird das jetzt seit drei Monaten machen?

00:15:36: gehen die Fehlzeiten zurück.

00:15:38: Ich sage genau mehr Spaß mehr Freude besseres Miteinander sorgt auch dafür dass langfristig die Leute gesünder sind.

00:15:47: ob sie dann wirklich weniger Erkältungen im Winter haben da kann man müsste mal noch mal Studien zur Rate ziehen aber Sie fühlen sich besser und dann gibt es eben auch Tage, wo man vielleicht nicht hundert Prozent fit ist aber Bock hat zu arbeiten.

00:16:00: Und wenn ein Mitarbeiter sagt ich bin nicht richtig fit, aber ich gehe lieber zur Arbeit als Zuhause rumzuhängen, ist doch super!

00:16:06: Das ist das Ziel was mal anstreben

00:16:08: sollte.".

00:16:09: Sie sprechen unter anderem auch über ungesunde Zeiten.

00:16:12: Wie nehmen sie das denn heute in der Gesellschaft wahr?

00:16:15: Da

00:16:15: habe ich eine klare Meinung dazu.

00:16:17: Ich glaube die meisten sind eher auf der Flucht vor dem Ganzen was da über ihnen so rumwabbert, weil zu den großen globalen Themen kommen ja noch die kleinen familiären und die persönlichen dazu.

00:16:31: Und dann ist es natürlich leichter... sagen wir mal Nikotin, Alkohol.

00:16:38: Aber es gibt auch die Gesundheitsfanatika, was ich joggen dann jeden Tag.

00:16:44: ihre fünfzehn Kilometer ist für mich eine Flucht.

00:16:47: oder also es wird viel geleugnet.

00:16:49: Es wird natürlich auch über Social Media auf der Suche nach dem wo noch eine Kompensation zu kriegen.

00:16:58: und ich bin jemand der sagt hey wenn du morgens aufstehst und du hast das Gefühl Heute ist nicht dein Tag, hast du zwei Optionen.

00:17:06: Erstens Du bringst dich gut drauf was völlig legitim ist kannst ja auch Sport machen oder etwas anderes Oder trinkst erstmal Kaffee oder du nimmst dir die Zeit rauszufinden Was ist denn los?

00:17:18: Aber was nicht geht ist so zu tun als wenn nichts wäre und einfach Bisschen des SU-Schnitzelmann.

00:17:25: Also diese Verleugnung, ich nenne das immer auf der Flucht für sich selber sein und das greift aus meiner Sicht um sich ja Und ist auch nachvollziehbar.

00:17:34: wenn mir da draußen alles zu viel wird dann egel' ich mich halt lieber ein.

00:17:39: Ein großes Thema von Ihnen ist ja auch das healthy aging.

00:17:42: Das finde ich persönlich super spannend.

00:17:44: Wie kann man denn heutzutage überhaupt gesund altern?

00:17:46: Es gibt ganz viele Stellschrauben an denen man drehen nicht nur könnte, sondern sollte und zwar idealerweise alle gleichzeitig.

00:17:54: Ich bin kein Freund davon zu sagen okay meine Healthy Aging oder Longevity Stellschraube ist nur die Bewegung ja?

00:18:02: Und Ernährungen stelle ich hinten dran, sondern muss schon an allen Schrauben drehen.

00:18:06: wenn man sagen will ich strebe mal so das ist immer ein Ziel was man gut sagen kann fit und gesund mit Achtzig Was übrigens nur Statistisch gesehen einer von zwölf eines Jahrgangs schafft das.

00:18:20: Das heißt, wir haben in Deutschland im Moment die Situation sechs von zwelfen werden überhaupt achtzig drei werden nicht mal sechzig also ein Viertel aller Menschen eines Jahrgangs stirbt unter Sechzig.

00:18:31: es hat ja Gründe Und von denen sechs, also von den fünfzig Prozent die achtzig werden sind aber fünf von sechs nicht mehr fit.

00:18:40: Wir haben sehr viele mit Alzheimer-Demenz zu tun haben und wir haben eben die anderen die körperlich nicht fit sind.

00:18:46: Wenn man sagen will ich will der eine von zwölf sein der es schafft dann braucht man eine Strategie die über Jahrzehnte trägt.

00:18:54: da geht's nicht darum was kann ich im Frühjahr tun damit ich im Sommer fit bin und gut aussehe sondern ist das Ziel okay?

00:19:01: Ich werde auch nicht zu viel machen, weil alles was ich ernährungssportmäßig, Stressreduktions mentale, also mindsetmäßig tue soll mich für dreißigvierzig Jahre tragen.

00:19:16: Also ich bin eher dann der Meinung weniger ist mehr.

00:19:19: aber das was ich mache das mache ich ganz lange Und das darf auch wechseln.

00:19:24: Ich muss jetzt nicht immer das Gleiche machen, also ich zum Beispiel mache seit thirty-fünf Jahren Heilfasten und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

00:19:31: um wenn es nicht gut wäre würde ich was anderes machen in der Richtung als Beispiel.

00:19:37: aber ich glaube wenn man wirklich longevity als Vision hat gesund älter werden und irgendwann so gesund wie möglich auch sterben, weil ein gesundes Sterben vollzieht sich innerhalb weniger Wochen.

00:19:52: Ich habe es jetzt mehrmals auch bei alten Menschen erlebt.

00:19:55: das ist dann kein jahrelanges Sichtum sondern es ist ein... So jetzt ist rum ein schnelles Verabschieden und Abbau des Körpers und wenn man das anstrebt muss man dafür einiges tun.

00:20:07: Haben Sie sich denn schon überlegt warum das denn gerade bei älternen Menschen so ist?

00:20:11: Warum nutzen wir die Älteren nicht ihre Möglichkeiten.

00:20:15: Es gibt ja die einen, die zum Beispiel wirklich alles selber machen und fit sind wie Tonschuhe, die draußen ihren Garten mähen und schon weit über achtzig sind.

00:20:25: aber dann gibts jeder die anderen, die dann sagen wenn ich nur dran denke den Rasen zu mähen da wird mir das schon so viel und diese Menschen probieren es einfach nicht mal

00:20:32: aus

00:20:33: weil der Gedanke schon daran viel zu anstrengend ist.

00:20:36: Ich nenne das eine erworbene Inkompetenz.

00:20:39: Das heißt, wir haben irgendwann uns entschieden, uns auf wenige Kulturtechniken zu konzentrieren.

00:20:47: Der eine sagt halt ich gehe was mit dem Fahrrad einkaufen aber ich arbeite nicht im Garten und der andere sagt ich gehe immer alle Treppen.

00:20:57: Ich benutze nicht den Fahrstuhl usw.

00:21:00: Also der eine nutzt bestimmte Kulturtechniken für sich und erkennt sie als wehrvoll, der andere nicht.

00:21:07: Und altersbedingend ist dann die Zahl der, nennen wir es mal Alltagstechnik, die wir noch beherrschen wird immer weniger.

00:21:15: Irgendwann hocken wir dann mit fünfundsiebzig daheim und können... Wir können es nicht mehr weil wir es nie geübt haben und dann trauen wir uns auch nicht mehr zu.

00:21:26: Ich propagiere immer wenn irgendjemand eine Idee hat ich sage probier's aus!

00:21:31: Aber das Ausprobieren ist eine Qualität, die man in jungen Jahren lernen.

00:21:35: Das sind Studenten.

00:21:37: Mein Sohn ist zwanzig und ich sage ihm blick dich bloß nicht zu früh fest sondern probier ganz viel aus trau dir was zu und erlaube dir zu scheitern.

00:21:48: Es gibt keine bessere Lernerfahrung als Scheitern, weil wenn man jung ist wird man es noch mal probieren.

00:21:55: Wenn man das Scheitert aber nicht geübt um gelernt hat dann ist man mit Achtzig an einem Punkt dass man auf keinen Fall erleben will.

00:22:01: zu scheiten also macht man's nicht ja und dann reduziert man sich immer mehr und dann kommen die Gleichgewichtsstörungen im Alter Dann kommen die Stürze und das Ende ist dann da wo alle wollen zu Hause sterben und die meisten wundern sich, dass sie dann doch irgendwo anders landen.

00:22:17: Und ich glaube das ist eine Leistung, die man im Laufe des Lebens erbringt.

00:22:23: Das braucht viel Zuspruch.

00:22:24: also ich erlebe es auch bei sechzigjährigen die dann was ich sagen also wandern mit dem Rucksack irgendwie zu einer Berghütte.

00:22:33: Ich könnte es körperlich noch, aber warum soll ich mich damit belasten?

00:22:38: Und dann sage ich, probier's doch mal aus.

00:22:39: Wenn sie keinen Spaß machen lässt ist, aber dieses Ausprobieren sorgt wiederum für

00:22:44: Alltagskompetenz.".

00:22:46: Jetzt habe ich eine Frage zum Abschluss.

00:22:48: Was ist denn Ihre persönliche Vision für die Zukunft von Arbeit, Gesundheit und die Menschlichkeit?

00:22:54: Das ist jetzt natürlich eine große Frage.

00:22:56: Also ich beziehe es einmal auf ein kleines Thema – das ist gesunde Ernährung.

00:23:03: Da gibt es eine sehr schöne Vision, oder nicht mehr als eine Vision.

00:23:08: Da gibt's ein konkrete Ernährungsstrategie.

00:23:12: die ist entwickelt worden von der Lancest Kommissionen von der UN.

00:23:16: Dreizehn Wissenschaftler haben die Planetary Health Diet entwickelt.

00:23:26: Wie können wir im Jahr Zwei-Tausendfünfzig zehn Milliarden Menschen gesund ernähren?

00:23:31: dass alle Menschen die leben und das wird so der Peak Point sein, mehr wird es nicht geben.

00:23:36: Zehn Milliarden in fünf, zwanz Jahren Alle Menschen genug zu essen haben, genug zu trinken haben und die Qualität der Lebensmittel dafür sorgt dass alle satt werden.

00:23:47: Dass alle gesund mit Vitalstoffen versorgt sind und das alle aber auch dazu beitragen, dass der Planet erhalten bleiben kann also dass wir die Ressourcen für alle haben und dass wir auch die CO-Zweibelastung im Rahmen halten durch zum Beispiel Lebensmittelanbau.

00:24:07: Und das ist eine ganz konkrete Vision.

00:24:10: Die Beinhalte zum Beispiel, dass man den Konsum von Fleisch und Fisch auf fünfhundert Gramm die Woche reduziert.

00:24:17: Wenn ich das ganz konkret mache heißt es für mich ein T-Bone Steak die Woche und einem schönes leckeres Stück Fischfilet.

00:24:26: Das war's!

00:24:29: Ich als Ernährungswissenschaftler weiß, dass das gesund ist.

00:24:33: Meine Vision ist, dass Menschen das akzeptieren und zu sagen weniger ist mehr keine Verbote in Sinne von du darfst nicht aber viel Angebote machen ausprobieren also ich bin zum Beispiel gegen so ein Veggie Day in Kantine Aber ich bin dafür, dass es jeden Tag vegetarische Angebote gibt als Beispiel.

00:24:53: Und so kann man's mit ganz vielen machen.

00:24:57: mehr miteinander reden als übereinander, dann wäre schon viel geworden.

00:25:00: Das ist ein schönes Abschlusswort!

00:25:01: Dann sage ich schon mal vielen lieben Dank für dieses wirklich tolle und interessante Gespräch.

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